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| WindenergieWindenergieanlagen nutzen die kinetische Energie der anströmenden Luft zur Rotation der Flügel. Die auf diese Weise erzeugte mechanische Energie wird von einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. Die erste Windenergieanlage der Schweiz wurde 1986 beim Soolhof (Langenbruck) mit einer Leistung von 28 kW in Betrieb genommen. 2007 gibt es in unserem Land über 30 Anlagen, die insgesamt rund 14 Gigawattstunden (GWh) Windstrom produzieren. Der grösste Windpark befindet sich auf dem Mont Crosin im Berner Jura bei St. Imier: hier stehen acht Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 7’660 kW. Weitere Grossanlagen stehen in Collonges (VS), Entlebuch (LU) und auf dem Gütsch ob Andermatt (UR). Weltweit befindet sich die Windenergie in einem starken Wachstum: die globale Wachstumsrate neu errichteter Windkraft-Anlagen liegt bei 20%. Auch in der Schweiz kann sich die Windenergie noch stark entwickeln: bis zum Jahr 2030 könnten Anlagen, welche die strengen Kriterien des Konzepts Windenergie Schweiz erfüllen rund 600 GWh Strom pro Jahr produzieren. Ideale Standorte befinden sich auf den Jurahöhen, aber auch in den Alpen und im westlichen Mittelland. Obwohl die Windenergie aus ökonomischer wie ökologischer Sicht überzeugt, wird die Planung von Windparks oft durch Einsprachen und Rekurse verzögert. Das Bundesgericht hat im August 2006 in der Sache Windpark Crêt-Meuron entschieden, dass die Windenergieproduktion in der Schweiz im öffentlichen Interesse liegt. Auf Wunsch einzelner Kantone, von Heimat- und Landschaftsschutzkreisen sowie der Windbranche hat der Bund daher unter Federführung dreier Bundesämter, dem Bundesamt für Energie BFE, dem Bundesamt für Raumentwicklung ARE und dem Bundesamt für Umwelt BAFU das "Konzept Windenergie Schweiz" erarbeitet.
Auf Basis dieses Konzept sollen mit Unterstützung des Programms EnergieSchweiz bis zum Jahr 2010 jährlich 50 - 100 Gigawattstunden (GWh) Strom aus einheimischer Windenergie gewonnen werden.
Auf Grund der turbulenten Winde und der möglichen Vereisung der Rotorblätter stellt die Windenergienutzung in der Schweiz hohe Anforderungen an die Mess- und Anlagentechnik. Die Schwerpunkte des Forschungsprogramms Windenergie des BFE liegen daher bei der Entwicklung und Erprobung von innovativen Konzepten und Komponenten, welche die Windenergienutzung im rauen Klima ermöglichen.
Windkraft-PerspektivenAuf dem Gebiet der Windkraft unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Windkraftanlagen. Die ‚Offshore-Anlagen‘ (Anlagen auf dem Meer) und die ‚Onshore-Anlagen‘ (Anlagen auf dem Land). Vorteile der Offshore-Anlagen gegenüber den Onshore-Anlagen:
Nachteile von Offshore-Anlagen gegenüber den Onshore-AnlagenAls erstes wären bei Anlagen auf dem Meer die aufwendigen Fundamente zu nennen, die je nach Meerestiefe höhere Kosten aufweisen. Dies schlägt sich deutlich auf die Gesamtinvestition nieder; bei den Anlagen auf dem Land handelt es sich um 7%, hingegen bei denen auf dem Meer um 14%. Ein zusätzlicher negativer Kostenfaktor ist die Netzverbindung zu den Offshore-Anlagen, da sie unter dem Meeresboden verlegt werden müssen und die Entfernungen zu den Anlagen wesentlich höher sind als die Entfernungen auf dem Land. Um diese zusätzlichen Kosten auszugleichen plant man größere und effektivere Anlagen auf dem Meer zu schaffen. Zu diesen erheblichen Kosten kommen auch noch höhere Wartungs- und Instandhaltungskosten hinzu da die Anlagen dem starken Salzgehalt des Wassers und der Luft ausgesetzt sind. Diese erheblichen Negativbereiche der Kosten lassen einen begründeten Zweifel daran aufkommen, ob sich die Offshore-Anlagen besser rechnen als die Onshore-Anlagen. Soviel sei gesagt: Aufgrund der hohen Errichtungskosten ist es zu erwarten, dass solche Projekte nur von ein paar wenigen Großkonzernen wie Shell oder Enron durchgeführt werden können. Die Kosten würden, Schätzungen zufolge, mehr als 150 Mio.Euro betragen. Dänemark legt hier den ersten Meilenstein. Während auf deutscher Seite noch keine geplanten Offshore-Anlagen bestehen, entstand schon 1991 auf dänischer Seite die erste Offshore-Anlage, die nur den Anfang darstellen sollte. Es sind nun weitere Projekte geplant, die einen wesentlichen Baustein der dänischen Energieerzeugung darstellen. Auf jeden Fall geht von der Offshore-Nutzung ein erheblicher Anreiz zur Entwicklung größerer und leistungsstärkerer Windkraftanlagen aus. |