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Holz ist eine klimafreundliche, erneuerbare und einheimische Energiequelle, deren Potenzial es zu nutzen gibt. Dass Holz als Brennstoff zunehmend an Beliebtheit gewinnt, belegt die steigende Zahl moderner, vollautomatischer Holzfeuerungen. Ein Cheminée-Feuer bedeutet für viele Leute hohe Wohnqualität. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass vor allem ältere und handbeschickte Holzöfen Feinstaub verursachen. Werden aber ein paar einfache Regeln beachtet,. lassen sich auch kleine Holzfeuerungen - wie abgebildet- feinstaubarm betreiben.

Rund ein Drittel der Schweiz ist bewaldet. Der Wald ist eine wichtige Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Er erfüllt sowohl Nutz-, wie auch Schutz- und Erholungsfunktionen. Die Erwartungen an den Schweizer Wald sind entsprechend vielfältig.

Im Zusammenhang mit dem Treibhauseffekt und der damit verbundenen Klimaveränderung ist der Wald in den letzten Jahren als CO2-Senke ins Bewusstsein gerückt. Während des Wachstums nehmen Bäume CO2 aus der Luft auf und binden es im Holz ein. National- und Ständerat haben entschieden, dass die Schweiz diese so genannte CO2-Senke aus der Waldbewirtschaftung für die Erfüllung ihrer vom Kyoto-Protokoll verlangten CO2-Verpflichtungen anrechnen wird.

Holz hat aber nicht nur im Wachstum einen CO2-mindernden Effekt. Es kann als Bau- und Brennstoff verwendet werden und so CO2-intensive Baustoffe wie Beton oder Stahl und Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas ersetzen. Dadurch können CO2-Emissionen vermieden werden.

Langfristiges Potential: Vermeidung von 6 bis 8 Mio. Tonnen CO2-Emissionen

Um das Jahr 2025 lassen sich in der Schweiz bei optimierter Waldbewirtschaftung jährlich gut 8 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermeiden, was rund 15% der heutigen gesamten jährlichen Treibhausgasemissionen entspricht. Gegenüber dem im Jahr 2000 erreichten CO2-Effekt der Holzanwendung bedeutet dies eine zusätzliche Einsparung von 6 Mio. Tonnen pro Jahr.

Wird hingegen auf eine verstärkte Holznutzung verzichtet und stattdessen das Holz im Wald stehen gelassen, damit dort mehr CO2 gebunden wird, wird zwar kurz- bis mittelfristig die Senkenwirkung im Wald noch gesteigert. Allerdings lassen sich nach den heute gültigen Regeln des Kyoto-Protokolls jährlich nicht mehr als 1,8 Mio. Tonnen CO2 als Senkenleistung anrechnen. Zudem würde bei diesem Szenario der Wald allmählich überaltern und instabil werden. Darüber hinaus müsste der Gebrauch von Holz als Baumaterial und Energiequelle stark reduziert werden und der Bedarf durch fossile Rohstoffe oder Importe gedeckt werden. Durch die dabei entstehenden CO2-Emissionen würde die Senkenwirkung des Waldes weitgehend aufgehoben.