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Erneuerbare Energien

Täglich werden auf unserer Erde rund 13 Millionen Liter Erdöl und ca. 14,7 Milliarden Kilo Stein & Braunkohle verbraucht, das meiste für die Erzeugung von Elektrizität & Wärme sowie für den Betrieb von Fahrzeugen, Flugzeugen und Lokomotiven. Durch die Verbrennung dieser fossilen Energieträger steigen Jahr für Jahr ca.25 Milliarden Tonnen Treibhausgas ( Kohlendioxid - CO2 ) in unsere Erdatmosphäre auf. Zusätzlich zu der Umweltverschmutzung,  neigen sich diese Rohstoffe langsam dem Ende entgegen, aus denen unser modernes Leben die Kraft bezieht. Angesichts dieser Tatsachen und der wachsenden Angst vor dem Klimawandel, sowie den stetig steigenden Energiepreisen sollten wir uns Gedanken über Möglichkeiten zum Energiesparen machen und nach Alternativen suchen.

Erneuerbare Energie, auch regenerative Energie genannt, bezeichnet man die Energie, welche aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Massstäben unerschöpflich sind. Das Grundprinzip ihrer Nutzung besteht darin, dass aus den in der Umwelt laufend stattfindenden Prozessen Energie abgezweigt und der technischen Verwendung zugeführt wird.

Die in der Sonne ablaufende Kernfusion ist die Quelle der solaren und der meisten regenerativen Energien, mit Ausnahme der Geothermie und der Gezeitenkraft. Die Sonne hat eine restliche Brenndauer von voraussichtlich etwa 5 Milliarden Jahren, so dass heute bei regenerativen Ressourcen nicht das Problem der zeitlich begrenzten Reserven auftritt.

Energie kann nicht erneuert oder regeneriert werden, daher ist der Begriff „erneuerbare Energie“ streng genommen falsch. Man versteht unter der „Nutzung der erneuerbaren Energien“ einen Prozess der Energieumwandlung (z. B. Umwandlung in Elektrizität), dem aus den oben genannten Quellen ständig Energie zugeführt wird, ohne dass dabei begrenzte Ressourcen verbraucht werden. Sonnenenergie wird zu einem recht kleinen Teil in natürlichen Prozessen kontinuierlich umgewandelt und zu einem größeren Teil direkt in den Weltraum reflektiert oder auf der Erde thermisch absorbiert.

Im Gegensatz zur Nutzung laufender Prozesse steht der Abbau von fossilen Energieträgern wie Steinkohle oder Erdöl, die heute sehr viel schneller verbraucht als neu gebildet werden. In einem strengen Sinn wären auch sie erneuerbar, allerdings nicht auf menschlichen Zeitskalen, da deren Bildung meist mehrere 100 Mio. Jahre dauert. Der umgangssprachliche Gebrauch der Begriffe „Erneuerbarkeit“ und „Regeneration“ weist auf diesen Unterschied hin: Entscheidend ist das Prinzip der Nachhaltigkeit, das heisst, dass der Mensch eine Ressource nicht stärker beansprucht, als sie sich regenerieren kann.

Vorräte fossiler Brennstoffe

Fossiler Brennstoff Vorrat in Jahren (Stand 2007)
Erdöl 42 Jahre
Erdgas 65 Jahre
Kohle 155 Jahre
Uran 50 Jahre